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Aus dem Verborgenen ins Abseits: Ein Leben jenseits der Selbstverständlichkeiten

Freie Religionsausübung. Versamm­lungsfreiheit. Redefreiheit. Aner­kennung für außergewöhnlichen Mut. Wertschätzung und Dankbar­keit für geleistete Dienste, oft unter Gefahr für Leib und Leben.

Alles selbstverständlich, mögen Sie denken. Nicht ganz. Leider.

Was uns selbstverständlich ist, weil es qua Grundgesetz Verfassungsrang genießt, ist längst nicht überall auf der Welt selbstverständlich. Die Älteren müssen sich nur 35 Jahre zu­rückerinnern, die Jüngeren vertrau­enswürdige Geschichtsbücher zur Hand nehmen.

Was im zwischenmenschlichen Um­gang, auch innerhalb von Institutio­nen, noch dazu jenen, die sich christlicher Werte verpflichtet wis­sen, selbstverständlich sein sollte, ist es beileibe nicht!

Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich Pfarrer Klaus Metsch die Zeit nimmt, uns Einblick in sein beweg­tes Leben zu gewähren. Zunächst, 1964, Eintritt in den Dominikaner­orden, 1970 Beendigung des Lebens dort und Eheschließung, 1971 von Geheimbischof Jan Blaha in Brno, Tschechien, zum Priester geweiht, führt er ein „Doppelleben“, ist im Untergrund in der „Verborgenen Kirche“ in der ehemaligen Tsche­choslowakei und Ungarn aktiv, ar­beitet in Leipzig als Kaufmann, studiert evangelische Theologie, ist als kaufmännischer Leiter in einem evangelischen Krankenhaus in Leip­zig tätig, … und kämpft nach 1989 darum, in „seiner“ katholischen Kir­che, in der Diözese Dresden-­Meißen, wieder als Priester arbeiten zu dürfen.

Klingt Ihnen das zu „unglaublich“, um es glauben zu können? Finden Sie diese wenigen Anstriche aus sei­ner Biographie spannend genug, um ihm zuhören zu wollen?

Dann seien Sie herzlich für Diens­tag, dem 27. Mai, um 19 Uhr, zu einem ökumenischen Abend, ins Kirchgemeindehaus am Johannes­ Weyrauch­-Platz 2, eingeladen. Pfar­rer Metsch wird erzählen und sich Zeit nehmen, auf Fragen zu antwor­ten und Unklares zu erklären. Er ist ein Zeitzeuge, wie es nur noch we­nige gibt. Lassen Sie es sich nicht entgehen, erlebte, durchlebte, erlit­tene und reflektierte Geschichte aus erster Hand erzählt zu bekommen.

Wir freuen uns auf Pfarrer Klaus Metsch und auf Sie!

Ihr R. Enders, Pfr. i.R.