Ich halte Dich.
Gott.









Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft.
(1. Korinther 10, 13)

Ich sitze vor einem leeren Blatt Papier und finde keinen Anfang.

Wieder ist ein neuer Gemeindebrief zu erstellen und wieder ist es eigentlich schon viel zu spät dafür.

Aber noch nie ist es mir so schwergefallen, einen Text für den Anfang zu finden oder zu schreiben.

Ich habe nach langem Überlegen und Suchen den Lehrtext der gestrigen Tageslosung gewählt. Den fand ich tröstlich und passend.

Ich bin nun schon viele Jahre im Kirchenvorstand unserer Gemeinde und mir ist es ein Herzensanliegen, nicht nur ein „Gemeindeleben“ zu organisieren, sondern vor allem, die Möglichkeiten zu schaffen, dass Menschen eine von Jesus Christus erfahren.

Dabei geht es mir nicht darum, dass unsere Gemeinde größer und die Gottesdienste besser besucht werden müssen. Das würde sich von ganz allein ergeben, wenn viele für Jesus brennen oder ihm nachfolgen.

Es schmerzt mich, dass offensichtlich viele Menschen nichts mehr von der „Kirche“ erwarten. Dabei suchen viele Menschen nach Antworten und nach Frieden für ihre Seelen, den sie bei Jesus finden könnten und nur bei ihm.

Können wir das als Gemeinde leisten, sind wir für die Menschen „auf der Suche“ da oder für diejenigen, die Hilfe, Zuwendung und Seelsorge brauchen? Suchen die Menschen, egal ob Karteimitglieder oder Kirchenferne bei Jesus, bei Gott nach Antworten, nach Trost und Zuversicht? Warum tun sie es nicht? Oder suchen sie schon bei Gott, aber für sich im Privaten und nicht in „der Kirche“?

Ich sehe vor mir, wie manche jetzt mit den Augen rollen und denken, jetzt fängt sie schon wieder damit an.

Wir sind doch eine großartige Gemeinde und was sollen wir denn noch alles machen. Das schaffen wir doch alles nicht.

Ich habe auch schon so manches Mal gedacht, dass man es vielleicht einfach so laufen lassen sollte. Die Gottesdienste finden statt, Gemeindekreise werden angeboten. Hin und wieder ein Konzert oder ein Gemeindefest. Wenn die Gemeinde das nicht oder nur wenig in Anspruch nimmt, dann ist das die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen. Sollte man das nicht respektieren und die Leute in Ruhe lassen?

Aber dann flüstert mir Jesus (ich denke jedenfalls, dass es Jesus/Gott ist) wieder und wieder Ideen ins Ohr und ins Herz und die möchte ich dann gern umsetzen. Alle diese Ideen kann ich gar nicht weiterverfolgen.

Einige möchte ich aber, soweit es meine und unsere Kraft erlaubt, umsetzen.

So hatten wir gestern in Gundorf zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen (auch so eine Idee, die mir Gott eingegeben hat). Da habe ich zeitweise selbst gedacht, das kannst Du nicht wieder machen. Das ist viel zu viel Aufwand für so wenige Helfer. Aber der Spruch aus dem Korintherbrief sagt etwas anderes.

Und wir hatten tatsächlich einen schönen Tag der offenen Tür. Es sind nur etwas über 20 Leute der Einladung gefolgt. Aber es ist Urlaubszeit und in Burghausen war Sportfest. Die, die da waren, haben eine gute Zeit miteinander gehabt und Gemeinschaft gespürt. Ich hoffe auch, Gemeinschaft mit Gott.

So soll es eigentlich sein, dass man sich nicht tolle Events ausdenkt und damit die Menschen anlockt, sondern dass sie sich willkommen fühlen und offene Türen und Gastfreundschaft erfahren.

Wir haben in der Predigt von der Speisung der 5.000 gehört und die mitgebrachten „Speisen“ haben im Pavillon für einen reich gedeckten Tisch gesorgt. Es war genügend da und es hätten noch einige satt werden können. Es haben am Ende alle mit angefasst und beim Aufräumen geholfen, ganz von allein.

Eine zweite Idee, die ich gern umsetzen möchte, ist ein „lebendiger Adventskalender“ vom 1.12.22 bis zum 23.12.22, jeden Abend in der Kirche.

Einige Leute sind schon infiziert und begeistert und haben Ideen für die Gestaltung der Abende. Diese sollen für alle offen sein, nicht nur für die Gemeinde.

Und was mir und einigen anderen auch sehr am Herzen liegt, dass es bald wieder einen Alphakurs in unserer Gemeinde gibt. Dieser soll nach der Corona- und Pfarrhaussanierungsphase im Januar 2023 starten.

So Gott will und wir alle auf ihn vertrauen, wird es gelingen.

Ohne ihn und ohne seinen Segen können wir durch unser Tun und Organisieren nichts ausrichten. Höchstens ein paar nette Stunden, die man auch im Verein oder bei anderen Veranstaltungen haben kann, von denen es unzählige gibt.

Wir haben einen Auftrag von Jesus erhalten und er hat uns zur Unterstützung seinen Geist gesandt.

Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft.


In diesem Sinne lade ich zuversichtlich alle von den Ideen „Infizierten“ und „Mitdenker“ und Mithelfer für Mittwoch, den 7. September 2022 um 19.00 Uhr ins Pfarrhaus ein.

Dort sollen die Ideen Gestalt und Inhalt bekommen.

Niemand soll sich genötigt oder gedrängt fühlen, sich zu beteiligen. Nur mit Liebe und Herz und Gottes Hilfe werden wir das „schaffen“.

Katharina Heynig

Schön, dass Sie da sind!

Hier finden Sie alle Informationen rund um unsere Kirchgemeinde, zu unseren Gottesdiensten, den Gemeindegruppen, zu unseren Veranstaltungen und viele weitere Informationen.

Kontakt und Kommunikation

Die Kirche unserer Gemeinde befindet sich im Gundorfer Kirchweg 4 in 04178 Leipzig, die Verwaltung und der Friedhof in der Burghausener Straße 21, 04178 Leipzig.
Tel. Pfarramt und Friedhofsverwaltung:+49 (0)341 44 105 74

 Copyright © Kirchgemeinde Gundorf