Ich halte Dich.
Gott.









„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen.“

(2. Kor. 13, 13)

Liebe Gemeinde,

wenn ich am Grab meines Mannes und meines Vatis stehe und wenn ich meine Mutti im Pflegeheim im Bett liegen sehe, dann frage ich mich, was bleibt von einem Menschenleben? Was trägt uns, worauf kann man sich verlassen? Was macht ein Leben glücklich und lebenswert?

Meine Erfahrung sagt mir, dass es am Ende nicht die materiellen Dinge sind, die uns Seelenfrieden geben.

Was am Ende wirklich zählt, kann man für Geld nicht kaufen, kann man sich nicht erarbeiten oder verdienen.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie man mit Krankheit, Leid und Tod, ohne die christliche Botschaft klarkommen kann. Ohne die Gewissheit, dass ich geliebt und getragen bin, ohne meine Glaubensgeschwister, die mit mir und für mich beten, die mit mir Jesus als ihren Herrn und Heiland annehmen, könnte ich vieles nicht ertragen. Und das ist so großartig, dass ich es überall erzählen und Menschen zu Jesus bringen möchte.

Nur, wollen die Menschen das überhaupt?

Die meisten glauben wohl, dass sie ihr Leben allein bestimmen und gestalten können und müssen. Sich selbst verwirklichen und auf niemanden angewiesen zu sein, frei alle Chancen ergreifen zu können, das ist für viele von uns erstrebenswert.

Erfolg haben, gutes Geld verdienen, Anerkennung bekommen, Freunde und Familie haben, gesund und sportlich sein. Das sind die Ziele heute für viele.

Aber was, wenn etwas „dazwischen“ kommt, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung? Wenn die Kinder ihre eigenen Wege gehen oder die große Liebe vergeht?

In anderen Gegenden dieser Erde haben die Menschen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Da geht es um ein Stück Brot oder ein sicheres Haus, um Krieg, Gewalt und Existenznot.

Erstaunlicherweise wächst das Christentum in solchen Ländern wie nie zuvor, während in den entwickelten Ländern der Glaube immer mehr an Bedeutung verliert.

Dabei hat die Kirche, haben wir als Christen, die beste Botschaft, die es gibt. Woran liegt es, dass kaum jemand noch etwas davon weiß oder wissen möchte? Brauchen wir Gott nicht mehr? Bei großen Katastrophen fragen wir dann auf einmal nach Gott. Wie kann er das zulassen? Warum greift Gott nicht ein?

Ich bin überzeugt, dass unsere moderne Welt mehr denn je Gottes Beistand, seine Regeln und seine Weisung braucht. Wir sind gerade dabei, seine wunderbare Welt in wenigen Jahrzehnten zu zerstören. Wir gehen verbal oder tätlich aufeinander los und können andere Meinungen nur schwer akzeptieren, sondern sehen uns als Gegner.

Vielleicht ist das nur meine ganz persönliche Meinung. Mich interessiert, wie Leute aus unserer Gemeinde, aktive oder „am Rande“ oder ganz Kirchenferne das sehen.

Gibt es Erwartungen an Gott, an den Glauben, an unsere Gemeinde? Wie kann es mit unserer Gesellschaft, mit der Kirche weitergehen? So wie bisher, so ähnlich oder ganz anders? 

Ausschuss Gemeindeaufbau

Um das herauszufinden und darüber ins Gespräch zu kommen, möchte ich einen Ausschuss „Gemeindeaufbau“ gründen. Der Titel trifft es nicht ganz, was ich meine, aber vielleicht fällt mir oder uns da später noch ein besserer Name ein. Im Kirchenvorstand fehlt uns oft die Zeit, uns mit solchen Fragen zu beschäftigen.

Es geht nicht darum, neue Veranstaltungen zu kreieren oder die Gemeinde zu „bespaßen“ oder tolle Angebote zu machen. Es geht darum, ein Leben mit Gott anzubieten, nicht um Aktionismus.

Ich möchte, dass wir Bisheriges auf den Prüfstand stellen und erkunden, was uns hilft, unseren Glauben zu leben und weiterzugeben, unser Leben auf Gott auszurichten, echtes Leben in Fülle zu haben.

Ich stelle mir vor, dass in diesem Ausschuss ganz verschiedene Leute sind: junge und alte, Aktive und Kirchenferne, Arbeiter, Handwerker, Akademiker, Rentner, Angestellte und Selbstständige.

Ich möchte gern so viele Meinungen wie möglich „einfangen“. Man sollte sich sicherlich hin und wieder treffen und miteinander diskutieren. Aber sicher geht auch einiges ohne Präsenztreffen, per Mail, am Telefon oder schriftlich.

Ich möchte gern den Erfahrungsschatz unserer älteren Gemeindeglieder nutzen und die Ideen und Ansichten der jungen Leute oder der “mitten im Leben Stehenden“ erfragen.

Neben den grundsätzlichen Überlegungen und Gesprächen, kann es dann um geistliche Angebote, aber auch ganz praktische Dinge gehen.

In diesem Ausschuss könnte ein weites Feld von Ideen bedacht, geprüft, verworfen oder umgesetzt werden, wie:

Öffentlichkeitsarbeit, Gemeindebrief, Homepage, Gottesdienste, offene Kirche, Raum für Besinnung schaffen, Gebetsanliegen aufnehmen, Segnungen, Gemeindefeste, Kontakte zur Ortsgemeinde/Schule usw., das Scheunenprojekt „Pilgerscheune“, die neue Küche im Pfarrhaus, Patenschaften in der Gemeinde (Alte – Junge), Gemeindepartnerschaften, Informationen über verfolgte Christen, Evangelische Allianz, Blick über den Tellerrand, Gemeindeausflüge, Sommerkino, Konzerte, usw.

Es gibt so vieles, was wir zur Ehre Gottes und zur Verbreitung der frohen Botschaft unter uns und auch außerhalb der Gemeinde tun können. Dazu hat uns Gott den Heiligen Geist gegeben, der unsere Ideen gelingen lässt. Wir können nur die „Basis schaffen“, alles andere muss Gott selbst bewirken. Das entlastet ungemein!

Wer in irgendeiner Weise interessiert ist, in diesem neuen „Ausschuss“ mitzumachen oder mehr dazu erfahren möchte, der melde sich bitte bei mir: nach einem Gottesdienst persönlich oder telefonisch (0171-4638217) oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Ich werde auch einige Leute direkt ansprechen, ob sie dabei sein möchten und dann die Interessierten zu einem ersten Treffen einladen.

Ich stelle mir das so vor, dass man mit einer Bestandsaufnahme beginnt und nach Erwartungen fragt und danach einige Ideen sammelt, einzelne auswählt und weiterverfolgt. Und dann kann man sich für eine Mitarbeit bei einem bestimmten, möglicherweise zeitlich begrenzten, Projekt entscheiden. Auch eine „Mitarbeit“ von zu Hause aus ist möglich. Man kann Gedanken aufschreiben und beisteuern oder für Projekte beten oder andere dafür sensibilisieren oder ansprechen. Es geht nicht um weitere Arbeit oder Pflichten, sondern wie wir Gemeinde Jesu Christi sein wollen und können.

Einer möchte und kann vielleicht bei der Gestaltung und Aktualisierung unserer Homepage aktiv werden oder ein anderer beim Projekt „Pilgerscheune“ oder „Gottesdienst“ oder „Alphakurs“?

Vielleicht gibt es ja noch ganz andere Ideen? Die Gründung einer Band oder die Aufführung eines Theaterstückes, …

Vielleicht sehe ich das alles ganz falsch und vielleicht sind das alles nur meine „Hirngespinste“ und alle sagen, es ist doch alles perfekt in unserer Gemeinde, wir sind aktiv und lebendig. Warum sollen wir darüber reden und was sollen wir denn noch alles tun? Wenn das alle so empfinden, dann ist das auch ein Ergebnis.

Es soll ein Versuch sein, Menschen für die Sache von Jesus zu begeistern. Das ist nämlich keine Arbeit, sondern Freude!
Ich bin gespannt auf die Reaktionen zu dieser Idee.

Katharina Heynig

Ab Juni wollen wir wieder mit unseren Gemeindegruppen beginnen

Die aktuell niedrigen Inzidenzwerte, die fortschreitende Impfquote und das zunehmend warme Wetter haben den Kirchenvorstand veranlasst zu entscheiden, dass wir uns ab Juni wieder in den Gemeindegruppen und -kreisen treffen können, vorzugsweise im Freien, im Pavillon oder Kirchgarten.

Abstands- und Hygieneregeln müssen aber weiterhin eingehalten werden. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis und um Einhaltung der Regeln.

Sollten sich die Inzidenzwerte wieder verschlechtern und Lockerungen zurück-genommen werden, dann müssen wir wahrscheinlich diese Entscheidung wie-der zurücknehmen.

Bitte informieren Sie sich über eventuelle Änderungen in den Schaukästen (Friedhof, Kirche und Burghausen - Schkeuditzer Str. 7) oder auf der Homepage der Gemeinde unter www.kirchgemeinde-gundorf.de oder telefonisch im Gemeindebüro unter Tel. 0341-4410574 bei Volker Dittrich.

Schön, dass Sie da sind!

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