Ich halte Dich.
Gott.









Und was ist der Glaube?

„Eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“

(Hebräer 11,1)

Ein Jahr mit dem Coronavirus liegt hinter uns und ein Ende ist nicht absehbar. Jeder hat damit seine Erfahrungen gemacht, ist direkt oder indirekt betroffen oder bisher glimpflich davongekommen. Was macht diese Pandemie, diese weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit, mit uns?

Was trägt in dieser Zeit und durch sie hindurch?

Was haben wir als Christen, als Kirche dem entgegenzusetzen?

Haben wir den „Schild des Glaubens“, der uns schützt und bewahrt?

Werden unsere Gebete erhört?

Wo ist Gott in all dem zu finden?

Die Weltmächte, die Mediziner, Virologen und Politiker, alle müssen eingestehen, dass sie der Bedrohung fast machtlos gegenüberstehen. Und anstatt gemeinsam dagegen anzugehen, gibt es Kritik und Wut, wird quergedacht und Freiheit eingefordert. Sicher ist vieles nicht optimal gelaufen und das Hin und Her macht mürbe, die Masken sind lästig und man möchte so gern mal wieder seine Freunde umarmen. Aber ich möchte nicht in Regierungsverantwortung sein und diese Entscheidungen fällen müssen.

Und während kleine Existenzen zerstört werden, wittern Andere große Gewinne oder zumindest lukrative „Neben“einkünfte.

Selbst die Kirchen sind weitestgehend „sprachlos“ geworden. Das zweite Osterfest ohne Gottesdienste steht uns bevor.

Was ist oder was hilft uns bei dem allen unser Glaube?

Die Predigt von Herrn Pfarrer Knöchel am Sonntag Palmarum in Gundorf, behandelte genau diese Fragen und war höchst spannend, jedenfalls für mich.

In seiner Predigt sagt er:

Glauben ist Warten, Hoffen, sich freuen auf …, sich sehnen nach … … aber wir warten nicht mehr, wir hoffen nicht mehr, wir freuen uns nicht mehr auf …, wir sehnen uns nicht mehr nach …

Glauben hat etwas an sich von einem Leben unter freiem Himmel, wo man noch hören kann, was von oben kommt, wo Türen offen sind, wie die eines Zeltes, wo man bereit ist aufzubrechen, sich zu verändern, neu anzufangen, in Bewegung zu sein. Glauben hat etwas an sich von der Freiheit loszulassen, zurückzulassen, zu unterscheiden zwischen Lebensnotwendigem und Ballast, nur das festzuhalten, was man tragen kann und was einen trägt.

Wir sind nicht mehr unterwegs wie Abraham, wir sind sesshaft geworden und das tut uns gut. Wir sind auch im Inneren, im Glauben sesshaft geworden. Vielleicht tut uns das nicht so gut. Vielleicht haben wir damit ein Stück Freiheit eingebüßt.

Glauben hat etwas mit Hören zu tun. Und man hört nicht immer gleich gut. Und Gott schreit in der Regel nicht. Und der Nächste, der uns braucht, schreit auch nicht immer.

Aber Glauben ist nicht nur Freiheit, das ist auch Gehorsam.

Das ist nicht nur Zuhause und Geborgenheit, das ist auch Fremdsein und Unterwegssein. Das ist nicht nur ein sich Wohlfühlen in einer Gemeinde, wo am besten alles 3 beim Alten bleiben sollte. Glauben muss manchmal ein tiefes „sich unwohl fühlen“ sein, damit er uns in Bewegung bringt.

Er ist nicht nur Erinnerung an Vergangenes und Orientierung und Engagement im Gegenwärtigen, er ist vor allem Warten, Hoffen, sich Freuen auf…, sich Sehnen nach …

Ich habe noch lange über die Predigt nachgedacht und fand sie passend für den Gemeindebrief in dieser Zeit.

Wir können nicht einfach so weitermachen wie vorher. Wir sind gezwungen, kontaktärmer und isolierter zu leben, neue Ideen zu entwickeln, neue Formen im Gemeindeleben zu finden. Wir sollten Hören auf die leisen Worte Gottes, die Zuversicht, die sie uns geben können. Wir sollten aufeinander Acht geben und miteinander und mit Gott in Verbindung bleiben.

Dabei ist unser Glaube nicht an eine Kirche als Gebäude gebunden. Jedes Haus, in dem Gottes Wort gehört und gelebt wird, ist ein Gotteshaus.

In diesem Sinne wünsche ich uns in der kommenden Zeit, Ideen, unseren Glauben zu leben, Mut, aufzubrechen und neues zu probieren und offene Ohren und Herzen für Gott und unsere Nächsten zu haben.

In der Karwoche begegnen uns Leid, Tod, Verrat und Hoffnungslosigkeit, aber auch Hoffnung, Auferstehung, Freude und das Leben, ewiges Leben. Gott hält für alle, die an ihn glauben, ein Leben ohne Angst und Krankheit, ohne Tränen und Leid und ohne Missgunst und Streit bereit.

Darauf dürfen wir vertrauen und daraus die Kraft und den Mut und die Zuversicht nehmen, die wir in diesen Tagen für uns und unsere Nächsten brauchen. Zugegeben, es ist schwer, das Leiden Jesu zu verstehen. Aber vertrauen wir ihm und lassen wir uns damit beschenken. Gott ist so groß!

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Des lasst uns alle fröhlich sein und es weitersagen!

Katharina Heynig 

Informationen zum aktuellen Gemeindeleben in Gundorf

Der Kirchenvorstand hat nach Abwägung des Für und Wider entschieden,

ab sofort bis zunächst einschließlich 18.04.2021 keine Präsenzgottesdienste mehr in Gundorf durchzuführen.

Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen und wir wissen nicht, ob es unbedingt nötig gewesen wäre. Aber wir möchten ausschließen, dass sich das Virus durch Kontakte bei den Gottesdiensten ausbreiten kann.

Wir hoffen sehr, dass nach dem 18. April wieder Gottesdienste möglich sein werden. Aber das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sicher. Wir verweisen auf Gottesdienste im Fernsehen und Radio, in ARD und ZDF und auf Bibel-TV. Sicher gibt es auch auf anderen Sendern Gottesdienste mitzuerleben.

Wir haben diesem Gemeindebrief eine Osterandacht für Zuhause beigelegt. Probieren Sie das mal aus, selbst eine Andacht zu halten. Oder nehmen Sie mal wieder die Bibel zu Hand und lesen Sie die Ereignisse um Karfreitag und Ostern nach!

Vielleicht haben Sie auch eine Idee, wer in Ihrem Umfeld Zuwendung brauchen könnte oder sich über einen Gruß als Brief, oder ein Telefonat oder ein paar Osterglocken vor der Tür oder über andere Zeichen der Zuwendung freuen würde. Und erfahren Sie, wie gut es tut, sich selbst aus dem Zentrum des Denkens und dafür Andere in den Blick zu nehmen.

Bitten Sie Gott im Gebet Ihnen zu zeigen, wo Sie helfen können.

Wie es ab dem 19.04.2021 weitergeht und über die genaue Ausgestaltung und Durchführung der weiteren Gottesdienste und Gemeindekreise informieren Sie sich bitte aktuell über folgende Wege:

• Internetseite der Kirchgemeinde: www.kirchgemeinde-gundorf.de

• Aushang am Kirchentor

• Aushang im Schaukasten auf dem Friedhof Gundorf

• Aushang im Schaukasten in Burghausen an der Kreuzung Schkeuditzer Str. / Richard-Leisebein-Str.6

• telefonisch in der Gemeindeverwaltung: 0341 / 44 105 74

Zusammenkünfte von Gemeindegruppen und -kreisen dürfen weiterhin noch nicht stattfinden.

Der Kirchenvorstand tagt am Dienstag, dem 27.04. und 11.05.2021, jeweils um 19.30 Uhr.

Wir haben die geplanten Gottesdienste ab dem 25. April 2021 aufgeführt: Aufgrund neuer aktueller Regelungen können sich die Bedingungen im Laufe des April natürlich verändern, mit weiteren Lockerungen, aber auch mit neuen Beschränkungen. Daher gelten alle Termine nur unter Vorbehalt möglicher Änderungen!

Liebe Eltern

es ist dringend geboten, analog zu den Vorgaben des Sächsischen Staatsministerium für Kultus zu Schulen und Kindertagesstätten auch bei den kirchlichen Angeboten in den entsprechenden Zeiträumen zu verfahren.

Dies betrifft insbesondere auch kirchliche Kinder- und Jugendgruppen wie Christenlehre, Kinderkirche, Vorkonfi-Treff, Kurrende, Eltern-Kind-Kreise, Konfirmandengruppen, Junge Gemeinde und Rüstzeiten.

Sie können mich sehr gerne kontaktieren, wenn Sie Fragen haben oder wenn Sie Anregungen und Material benötigen, um zu Hause mit Ihren Kindern christliche Themen behandeln zu können.

Bleiben Sie behütet,

Ihr/Euer Daniel Ihrig

Schön, dass Sie da sind!

Hier finden Sie alle Informationen rund um unsere Kirchgemeinde, zu unseren Gottesdiensten, den Gemeindegruppen, zu unseren Veranstaltungen und viele weitere Informationen.

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