Ich halte Dich.
Gott.











Die alte Dame Kirche

„Ich glaube an mich“. Das sagen viele, wenn sie nach dem Glauben gefragt werden. Sie sagen nicht: Ich glaube an Gott oder an die Liebe oder was sonst. Sie glauben an sich, sagen sie. Es gibt also viel Glauben jenseits der Kirche. Ja, die alte Dame Kirche hat es schwer. Die Zahl ihrer Mitglieder sinkt.

Ich glaube an mich, sagen viele. Ich brauche keine Institution. Die ist mir verdächtig. Ich will selber denken, sagen Menschen. Ich respektiere das. Und denke trotzdem anders. Es ist mir zu wenig, an mich selber zu glauben. Ich weiß einfach zu wenig. Mir genügt es nicht, nur an mich zu glauben. Da geht mir schnell die Luft aus. Da läuft es einmal nicht nach Plan - schon werde ich unsicher. Da bläst mir der Wind ins Gesicht - schon habe ich Angst umzufallen. Da werde ich krank und gerate aus meiner Bahn. Und weg ist der Glaube an mich. Und dann merke ich: ich bin gar nicht so stark. Und: da muss noch mehr sein als nur ich selbst.

Dann ist sie da, die alte Dame Kirche. Mit allem, was sie zu bieten hat. Eine lange Geschichte, wichtige Menschen, herrliche Gebäude. Da muss ja was dran sein. Das gibt es seit 2.000 Jahren, immerhin.

Sicher, vieles war nicht in Ordnung. Manches falsch. Irrungen und Sünde, auch in der Kirche. Das tut mir weh. Und das will ich nicht weg reden.

Aber sie ist noch da, die alte Dame. Hat offene Arme. Nimmt mich auf mit meinen Zweifeln. Ist nicht schlimm, sagt sie, wenn du zweifelst. Macht nichts, sagt sie, wenn du nicht mehr nur an dich glauben kannst. Es gibt noch mehr Glaube. Hier ist er, sagt die alte Dame. Bei mir. Die Kirche hat noch Glauben, wenn die Welt zweifelt. Komm her, werktags oder sonntags. Hier werden alte Geschichten erzählt, die ewig jung sind.

Von Petrus, dem Starken, wird erzählt. Und wie er plötzlich schwach wird. Alles will er tun für sich und seinen Freund Jesus. Und als es ernst wird, läuft er weg. Hat auch an sich geglaubt. Und dann auf und davon. Zuletzt weint er, Petrus, der Fels. Bitterlich.

Nicht so schlimm, sagt sein Freund Jesus. Sagt die alte Dame Kirche. Nicht so schlimm. Ich verzeihe dir doch. Und liebe dich. Immer wieder. Und Lieben hält jung. Bis in alle Ewigkeit.

Euer Klaus-Michael Streibert

In diesem Zusammenhang: Neues zur Strukturreform unserer Landeskirche für unsere Gemeinden

Am 25.05.2018 hat die Bezirkssynode in Leipzig die neuen Regionen für den Kirchenbezirk Leipzig beschlossen. Die Gemeinden unseres Schwesterkirchverhältnisses, Böhlitz-Ehrenberg, Leutzsch, Lindenau und Gundorf sind zusammen mit Rückmarsdorf/Dölzig, Markranstädter Land und Grünau der Region VII zugeteilt worden. Zu den Gemeinden gehören dann über 9.000 Gemeindeglieder.

Bis zum 30.6.2019 sollen unterschriftsreife Verträge für die Zusammenarbeit der Gemeinden jeder Region vorliegen.

Die „Zusammenarbeit“ kann im Rahmen von Schwesterkirchverhältnissen (max. 6 Gemeinden – wir sind 7 in der Region VII), in einem Kirchgemeindebund (neue Form), in einem Kirchspiel oder als vereinigte Gemeinde erfolgen.

Momentan ist noch alles offen und es gab bisher noch keine Gespräche aller Gemeinden dieser neuen Region.

Daher hat die mit Abstand kleinste Gemeinde die Initiative ergriffen und lädt Vertreter der 7 Gemeinden zu einem ersten „Kennenlerntermin“ nach Gundorf ein.

Wir möchten uns in lockerer Runde treffen und über unsere aktuelle Situation und die Gestaltungsmöglichkeiten austauschen, ob eine Zusammenarbeit gewünscht wird, wie das von unserer Kirchenleitung vorgegeben wurde, oder welche Optionen es überhaupt gibt.

Wir möchten gern miteinander und nicht übereinander reden.

Wir haben für den 4. September um 19.00 Uhr nach Gundorf eingeladen und schon einige Rückmeldungen über die Teilnahme von den anderen Gemeinden bekommen.

Katharina Heynig, Vorsitzende des Kirchenvorstandes

Schön, dass Sie da sind!

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